{"id":369039,"date":"2024-03-27T22:08:25","date_gmt":"2024-03-27T21:08:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.toernfinder.de\/?p=369039"},"modified":"2024-03-28T08:10:32","modified_gmt":"2024-03-28T07:10:32","slug":"geschichte-zur-bootssuche-martin-daldrup-m-jambo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.toernfinder.de\/en\/segelblog\/geschichte-zur-bootssuche-martin-daldrup-m-jambo\/","title":{"rendered":"Das alte Boot ist gesunken, die Tr\u00e4ume jedoch nicht: Geschichte zur Bootssuche"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Untergang der Jambo und meiner Rettung im S\u00fcdatlantik machen Anke und ich uns viele Gedanken, wie es weitergehen soll. Vielleicht sollten wir unsere Reisen in einem Wohnmobil fortsetzen. Das hat definitiv auch seinen Reiz und bietet noch einmal ganz andere M\u00f6glichkeiten. Olli von der Pandora ist diesen Weg nach dem Untergang seiner Hanse im Nordatlantik (2019) gegangen und fand sich mit seinem \u201eBeast\u201c, so hie\u00df das Wohnmobil, dann doch immer am Wasser wieder. Danach ist er wieder auf ein Segelboot umgestiegen. Uns w\u00fcrde es \u00e4hnlich gehen, das ist sehr fr\u00fch klar, denn es zieht uns aufs Wasser.<\/p>\n<p>Das Erlebte im S\u00fcdatlantik und dort in Seenot gewesen zu sein, ist anfangs nat\u00fcrlich noch ganz frisch. Es h\u00e4tte auch anders ausgehen k\u00f6nnen, das ist mir klar. Aber als optimistischer und positiver Mensch, der mehr nach vorn als nach hinten schaut, stecke ich das Erlebte schnell und gut weg. Trotzdem werde auch ich von Risikoaversion, \u00c4ngsten und Bedenkentr\u00e4gern beeinflusst. Das Risiko, allein einen Ozean zu \u00fcberqueren, muss man kennen und mir ist nat\u00fcrlich immer bewusst gewesen, auf was ich mich da einlasse. Entsprechend gut war der Ernstfall vorbereitet. \u00c4ngste helfen mir nie, aber meist kann ich sie ausblenden, insbesondere in kritischen Situationen werde ich besonders ruhig, konzentriere mich auf die Aufgabenstellung und blende den Rest aus. Bedenkentr\u00e4ger haben mich in der Vergangenheit tats\u00e4chlich schon das ein oder andere Mal schwer verunsichert, aber nie von meinen Vorhaben abgehalten. Wenn ich immer auf sie geh\u00f6rt h\u00e4tte, w\u00fcrde ich wohl heute noch in den Niederlanden segeln, wo es im Sommer nat\u00fcrlich wundersch\u00f6n ist, mir damals jedoch schon nicht gen\u00fcgte.<\/p>\n<p>Im Oktober, kurz nach meiner Rettung, auf der Fahrt mit dem Frachter Alanis nach S\u00fcdafrika, \u00fcberlegen Anke und ich schon, was f\u00fcr ein Boot wir uns kaufen wollen. Wir haben uns vorher keine Gedanken zu dem Thema gemacht und ein \u201eTraumboot\u201c haben wir nicht im Kopf. Ob ich wieder Ozeane \u00fcberqueren werde, lasse ich mir zu dem Zeitpunkt noch offen. Aber ob das Boot nun im S\u00fcdatlantik sinkt oder 20 sm vor einer K\u00fcste im Mittelmeer, macht keinen ganz gro\u00dfen Unterschied, man wird nur schneller gerettet. In eine Rettungsinsel m\u00f6chte ich auf keinen Fall ein zweites Mal steigen m\u00fcssen, das steht fest. Also soll das neue Boot deutlich robuster, gr\u00f6\u00dfer, mit Ruder am Skeg und m\u00f6glichst zwei B\u00e4dern ausgestattet sein, um auch einmal mit Crew l\u00e4ngere Fahrten segeln zu k\u00f6nnen. Etwa 40 bis 45 Fu\u00df soll sie lang sein.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in Deutschland konzentrieren wir uns auf Aluminium- und Stahlschiffe und auf den einschl\u00e4gigen Suchplattformen finden wir etliche Boote im Angebot. Mit vielen Freunden telefoniere ich und hole mir Rat. Ovnis finden Anke und ich anfangs gut, aber ganz viele sind nicht auf dem Markt und oft sind sie weit entfernt. Wir schr\u00e4nken unseren Suchradius anfangs so ein, dass die Boote mit dem Auto erreichbar sind. Schnell sind ein paar m\u00f6glicherweise passable Yachten gefunden.<\/p>\n<p>Im November letzten Jahres geht unsere erste Autofahrt in die Niederlande. Dort liegt ein 13 m langes Stahlschiff. Die Vorfreude, es zu sehen, ist gro\u00df. Der Makler zeigt es uns. Aber schon beim Eintritt unter Deck riecht es nach Diesel. Damit ist das Thema f\u00fcr mich schon durch. Der Makler meint noch, das k\u00f6nnte man in den Griff bekommen. Aber ich denke, wenn die Dieselleckage einfach zu beseitigen w\u00e4re, h\u00e4tte es der Eigner schon selbst gemacht. Auch entspricht der Zustand des Bootes ganz und gar nicht den Bildern und der Makler gibt zu, dass die Bilder schon 2 Jahre alt sind. Er zeigt uns noch eine Perry 45, etwa 35 Jahre alt, ein sehr sch\u00f6nes Boot, aber nicht ger\u00e4umig genug und sie hat nur ein Bad.<\/p>\n<p>Obwohl es vorher schon klar ist, wird uns hier vor Augen gef\u00fchrt, dass \u00e4ltere Boote im Vergleich zu neueren aufgrund der klassischen und schmalen Rumpfformen doch deutlich mehr L\u00e4nge ben\u00f6tigen, um das gleiche Platzangebot wie eine kleinere moderne Yacht zu bieten. Also \u00e4ndern wir schon fr\u00fch w\u00e4hrend der Bootssuche den Suchparameter L\u00e4nge auf 45 bis 50 Fu\u00df. Die n\u00e4chste Fahrt mit dem Auto f\u00fchrt uns wieder in die Niederlande, wo wir eine Cheoy Lee 47 besichtigten, ein GFK-Boot, in den 80igern in Taiwan und China gebaut. Zwischenzeitlich hatten wir auch GFK-Boote einbezogen, da insbesondere die \u00e4lteren ein deutlich dickeres Laminat haben als viele der heutzutage gebauten Boote. Bootsbauer Kai war in dieser Zeit ein intensiver und sehr wertvoller Berater. Herzlichen Dank daf\u00fcr! \u00dcber die verschiedenen Materialien wie Aluminium, Stahl und GFK k\u00f6nnte man viel schreiben, alle drei haben ihre Vor- und Nachteile.<\/p>\n<p>Ich hatte mich sehr auf diese Cheoy Lee gefreut, sie im Geiste schon gekauft und mein Refit geplant. Jedoch gerade sind wir an Bord, da teilt der Makler schon mit, dass sie Osmose hat. Klasse, denke ich, das h\u00e4tte er auch schon am Telefon sagen k\u00f6nnen. Anke mag das Boot \u00fcberhaupt nicht, es ist ihr zu dunkel und abgewohnt. Der Makler zeigt uns danach noch eine Irwin. Die sieht vom Platzangebot her schon ganz gut aus, denn das Boot ist von den Eignern am Heck um 1 m auf 49 Fu\u00df verl\u00e4ngert worden, was auch ganz gut gemacht ist. Auf meine Frage, ob denn auch die Segelfl\u00e4che angepasst worden ist, schaute mich der Makler etwas konsterniert an und meint, wohl eher nicht. Anke gef\u00e4llt auch dieses Boot nicht, da es zu ungepflegt ist. F\u00fcr mich ist es auch raus.<\/p>\n<p>Danach gibt es viele weitere Internet-Recherchen. Die Boote, die mir vorschweben, sind eher Expeditionsschiffe aus Metall, mit denen sich Anke \u00fcberhaupt nicht anfreunden kann. Sie sind ihr zu klobig und sie will schon ein Boot mit \u201eYachtcharakter\u201c. Klar kann ich mich auch dar\u00fcber hinwegsetzen, aber ich m\u00f6chte unbedingt eins kaufen, dass uns beiden gef\u00e4llt und auf dem wir uns beide wohlf\u00fchlen. Sp\u00e4ter im Januar auf der Messe in D\u00fcsseldorf treffen wir Carsten Rettig von Yachtall und ich erz\u00e4hle ihm, wie unsere Bootssuche verl\u00e4uft. Da nimmt er mich zu Seite und sagt: \u201eMartin, die Boote kaufen immer die Frauen!\u201c Wir lachen herzhaft! Aber da ist scheinbar schon etwas Wahres dran!<\/p>\n<p>Wir sind zeitlich noch im November. Anke sieht ein tolles Video auf YouTube \u00fcber eine Amel Santorin eines britischen P\u00e4rchens, die gerade in Neuseeland sind, und schl\u00e4gt diesen Bootstyp vor. Amels haben uns auch schon interessiert, sind bisher jedoch noch nicht so im Fokus gewesen. Vor einem Jahr war ich bei unserem Freund Helmut an Bord seiner Super Maramu Red Line, ein tolles Schiff. F\u00fcr mich w\u00fcrde eine Amel auch passen. Hier scheint es eine gro\u00dfe Schnittmenge zwischen Anke und mir zu geben. Also konzentrieren wir uns auf Santorins, die jedoch schon etwas weiter entfernt sind, und wir m\u00fcssen nach Hy\u00e8res in S\u00fcdfrankreich und Malaga in Spanien fliegen. Es ist f\u00fcr mich auch ein willkommener Kurzurlaub, denn mir f\u00e4llt nach ein paar Wochen Zuhause schon die Decke auf den Kopf, bin ich doch vorher 9 Monate auf dem Boot gewesen.<\/p>\n<div id=\"attachment_449514\" style=\"width: 852px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-449514\" class=\"wp-image-449514\" src=\"https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Santorin-in-Hyeres-scaled-e1711564665429-300x176.jpg\" alt=\"Amel Santorin in Hy\u00e8res, Baujahr Anfang der 90er, Center-Cockpit, Slup \" width=\"842\" height=\"494\" srcset=\"https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Santorin-in-Hyeres-scaled-e1711564665429-300x176.jpg 300w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Santorin-in-Hyeres-scaled-e1711564665429-600x352.jpg 600w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Santorin-in-Hyeres-scaled-e1711564665429.jpg 675w\" sizes=\"(max-width: 842px) 100vw, 842px\" \/><p id=\"caption-attachment-449514\" class=\"wp-caption-text\">Amel Santorin in Hy\u00e8res<\/p><\/div>\n<p>Wir fliegen nach S\u00fcdfrankreich und telefonieren noch w\u00e4hrend der Autofahrt zum Hotel mit dem Makler, um die genaue Zeit f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag festzulegen. Er r\u00e4umt schon ein, dass Boot sei nicht so aufger\u00e4umt, da der Eigner noch darauf lebt. Wir machen uns keine gro\u00dfen Gedanken dazu. Um den Feuchtegehalt des Rumpfes zu messen, habe ich mir ein Feuchtemessger\u00e4t zugelegt. Wenn das Boot im Wasser ist, kann ich damit zumindest von innen messen und nat\u00fcrlich auch an Deck. Es gibt zwei Einstellungen, 10 mm und 25 mm Messtiefe. Normal ist eine Rumpffeuchte von 3,5 %, wie ich im Internet recherchiere, nat\u00fcrlich misst man von au\u00dfen. Von innen gemessen m\u00fcsste es weniger sein, da ja die Feuchte von au\u00dfen hereinzieht.<\/p>\n<p>Wir kommen nun zu dieser Amel Santorin in Hy\u00e8res, Baujahr Anfang der 90er, Center-Cockpit, Slup (1 Mast), 46 Fu\u00df, VB 130 k Euro, im Wasser. Der Eigner und der Makler begr\u00fc\u00dfen uns. Ich frage, wann es das letzte Mal aus dem Wasser gewesen sei, um den Rumpf zu trocknen. Die Antwort ist, dass der derzeitige Eigner sie nie l\u00e4nger aus dem Wasser genommen h\u00e4tte, immer nur kurz f\u00fcr neues Antifouling. Amels bekommen keine Osmose, f\u00fcgt der Eigner noch hinzu. Da kann ich leider zwei Beispiele von Amels mit Osmose nennen, worauf mich Eigner und Makler nur gro\u00df ansehen. Die Rumpffeuchte liegt von innen gemessen an einigen Stellen bei \u00fcber 4 %. Aus meiner Sicht ist das zu hoch.<\/p>\n<p>Unter Deck ist das Boot unaufger\u00e4umt, verdreckt und abgewohnt, Schimmel im K\u00fchlschrank und es riecht unangenehm. Wir wollen nur noch raus und an Deck. Um uns noch einen weiteren Anreiz zu geben, sagt der Eigner noch, er w\u00fcrde sogar alles an Bord lassen. Das gibt Anke und mir den Rest. Schnell bedanken wir uns und fast fluchtartig verlassen wir das Schiff. Den Makler rufe ich nachmittags noch an und teile ihm mit, dass diese Santorin f\u00fcr uns nicht in Frage kommt.<\/p>\n<p>Nach diesem Erlebnis schlendern wir durch die Marina von Hy\u00e8res und halten nach Booten Ausschau, die vielleicht zum Verkauf stehen. Tats\u00e4chlich liegt dort eine Amel Mango, Center-Cockpit, Ketsch (2 Masten), 52 Fu\u00df. Mit diesem Typ hatte ich mich noch nicht besch\u00e4ftigt und bei meiner Internetrecherche sind sie nicht aufgetaucht, da ich die L\u00e4nge bis 50 Fu\u00df eingegeben hatte. Eine franz\u00f6sische Telefonnummer steht auf einem Schild am Heck. Zum Gl\u00fcck spricht Anke Franz\u00f6sisch und wir rufen spontan an. Der Eigner meldet sich, ist gerade in der Karibik und erst in 3 Wochen wieder da. Da unser Flieger schon am n\u00e4chsten Tag nach Spanien geht, will er einen Freund vorbeischicken, der uns das Boot zeigt. 175 k Euro soll es kosten, was \u00fcber unserem Budget liegt. Aber Anschauen kostet ja nichts.<\/p>\n<p>Unser Budget haben wir in den letzten Wochen permanent nach oben angepasst. Mit 120 k Euro sind wir gestartet. Aber daf\u00fcr ist nichts zu bekommen, was unseren Vorstellungen entspricht. Dabei rechne ich immer die gesamten Projektkosten aus, also Anschaffungspreis und Refitbedarf. Das Geld von der Versicherung f\u00fcr die Jambo reicht nat\u00fcrlich nicht aus, sodass ich R\u00fccklagen aufl\u00f6sen will, um es finanziell darstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als wir auf den Freund des Eigners warten, kommt ein freundlicher Franzose vorbei, mit dem wir ins Gespr\u00e4ch kommen. Er hat eine Amel 54 am selben Steg. Die ist noch etwas gr\u00f6\u00dfer als die Mango, vor der wir stehen. Anke findet die Mango recht gro\u00df und sie fragt, wieviel Crew er zum Segeln seiner 54er ben\u00f6tige. Da sagt er, er segelt sie meistens alleine, alles geht aus dem Center-Cockpit und die Segel k\u00f6nnen teilweise elektrisch bedient werden. Das beruhigt Anke etwas, aber das Anlegen mit gro\u00dfem Boot bleibt nat\u00fcrlich trotzdem. Ich fand die Mango nicht zu gro\u00df, denn man kann alles lernen und w\u00e4chst mit den Aufgaben. Das Segeln stelle ich mir bei dieser Ketsch tats\u00e4chlich auch nicht so schwierig vor, denn die Segel verteilen sich auf drei und sind dadurch etwas kleiner als bei der Slup. Auch hier laufen die Leinen ins Cockpit. Also muss man w\u00e4hrend des Segelns nur selten aus dem sicheren Cockpit heraus an Deck.<\/p>\n<p>Der Freund des Eigners kommt und zeigt uns das Boot. Wenn man dann darauf steht, wirkt sie noch ein wenig gr\u00f6\u00dfer. Unter Deck sieht alles sehr gepflegt aus, ganz im Gegensatz zu der Santorin noch ein paar Stunden zuvor. Trotz ihres Alters (in den 80er Jahren gebaut) ist sie nicht so abgewohnt und das Holz ist noch sch\u00f6n. Die Galley und das Center-Cockpit sind gr\u00f6\u00dfer als auf der Santorin und auch unter Deck gibt es nat\u00fcrlich mehr Platz. Ich finde sie toll und auch Anke f\u00fchlt sich wohl an Bord. Die Rumpffeuchte von Innen gemessen liegt teilweise an einigen Stellen bei knapp 5%.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Boot wurde auch vor ein paar Monaten ein Gutachten erstellt, das wir bekommen. Es ist auf Franz\u00f6sisch. Wir bedanken uns f\u00fcr die F\u00fchrung. Im Hotel bem\u00fchen wir die Google-Translate-App und schauen uns die 60 Seiten an. Es gibt schon einige M\u00e4ngel und auf einer der Seiten steht es, der Rumpf wirft an einigen Stellen Blasen und sie hat Osmose. Der Gutachter empfiehlt eine komplette Rumpfsanierung. Damit ist sie nat\u00fcrlich bei diesem Preis raus.<\/p>\n<p>Wir fliegen nach Spanien und schauen uns ein paar Tage sp\u00e4ter mit einem spanischen Makler die n\u00e4chste Santorin an, VB 145 k Euro, Slup, im Wasser. Auch hier ist der Rumpf scheinbar etwas feucht, \u00fcber 4 % messe ich. Aber unter Deck sieht sie ganz in Ordnung aus, ist jedoch nicht sehr \u00fcppig ausgestattet. Als ich den Motorraum inspiziere, ist der Motor schon warm. Also hat der Makler ihn vorher laufen lassen. Ich h\u00e4tte lieber den Start bei kaltem Motor gesehen. Der Makler wirft ihn an, die Stundenzahl ist schon recht hoch, ich glaube es sind um die 5000 Stunden. Aus dem Auspuff kommt bl\u00e4ulicher Qualm und auf der Wasseroberfl\u00e4che bildet sich ein \u00d6lfilm. Wir bedanken uns und lassen sp\u00e4ter per Email wissen, dass wir nicht mehr interessiert sind. Wir fliegen nach Hause, haben mittlerweile 7 Boote gesehen und noch nicht einmal ein Angebot machen k\u00f6nnen, da immer irgendetwas Gravierendes nicht in Ordnung gewesen ist.<\/p>\n<p>Es ist noch Anfang Dezember und die Recherche geht weiter. Zumindest wissen wir nun, was wir wollen. Amels sind im Fokus, aber auch Moody und Westerly finde ich gut. Viele von den letzteren beiden gibt es in der gesuchten Gr\u00f6\u00dfe nicht auf dem Markt. Die skandinavischen Boote sind aufgrund des deutlich h\u00f6heren Preises leider raus. Mangos nehme ich nat\u00fcrlich mit in den Suchfokus auf, womit wir uns damit von unserer 50-Fu\u00df-Obergrenze verabschieden. Das Budget wird auch nochmals erh\u00f6ht, maximal alles in allem liegt es nun bei 180 k Euro. Super Maramus aus den 90igern gibt es auch schon in der Preisklasse, wenn man eine Verhandlungsspanne vom VB-Preis abzieht. Also beziehe ich sie ebenfalls ein. Die Super Maramu ist quasi das Nachfolgemodell der Mango, ich meine, ab 1990 oder 1989 gebaut, und auch etwa 53 Fu\u00df lang.<\/p>\n<p>Die VB-Preise f\u00fcr die wenigen Mangos liegen im Dezember und Januar zwischen 150 k und tats\u00e4chlich weit \u00fcber 200 k Euros, trotz des hohen Alters, 35 bis 40 Jahre. Eine liegt in Kanada und ist die teuerste, eine in Frankreich und eine an der Ostsee. Ich rufe den Makler an der Ostsee an und er ist wirklich sehr kompetent. Ich verabrede mich zwischen Weihnachten und Neujahr mit ihm. Unser Freund Helmut hat einen Freund an der K\u00fcste, der Amel-Experte ist, Wolfgang. Wolfgang, ein netter und sachkundiger Mensch, hat zum Gl\u00fcck Zeit. Wir treffen uns am Abend vor der Besichtigung auf ein Bier und quatschen schon mal \u00fcber das Boot. Wolfgang kennt sogar dieses Boot und auch ein wenig \u00fcber die Historie. Es ist sehr viel daran gemacht worden, einiges ist gut, andere Dinge aber auch nicht so gut.<\/p>\n<p>Wir treffen uns am n\u00e4chsten Tag am Boot mit dem Makler. Die Mango steht an Land und wir k\u00f6nnen auch das Unterwasserschiff inspizieren. Wie schon auf Fotos zu erkennen war, ist zwischen dem GFK-Teil des Kiels und dem untergebolzten Eisenkiel ein Spalt. Also hat sich der Eisenkiel abgesetzt. Was da der Sanierungsaufwand ist, m\u00fcsste ein Gutachter sagen. Die Rumpffeuchte ist von au\u00dfen gemessen sehr hoch, 3 % bis 7 %, aber es sind keine Bl\u00e4schen zu erkennen. Referenzwerte bei Nachbarbooten zeigen deutlich geringere Feuchtewerte. Unter Deck riecht es nach Diesel. Trotzdem schauen wir uns jedes Detail an. Ich lerne von Wolfgang sehr viel \u00fcber diesen Bootstyp und worauf man achten muss. Nach 3 Stunden verabschieden wir uns und am n\u00e4chsten Tag sage ich dem Makler wegen des Dieselgeruchs ab.<\/p>\n<p>Wieder einmal hei\u00dft es, abhaken und sich auf die n\u00e4chsten Boote konzentrieren. An der franz\u00f6sischen Atlantikk\u00fcste steht ja noch eine andere Mango. Die finde ich auch interessant, mittlerweile ist die Anzeige jedoch aktualisiert worden und nun hat sie Osmose, die aber behandelt werden w\u00fcrde. Ich mache einen Termin f\u00fcr Anfang Januar aus. Um nicht nur f\u00fcr dieses eine Boot mit dem Auto 900 km hin- und zur\u00fcckzufahren, schaue ich, welche Boote in der N\u00e4he noch in Frage kommen. Da ist noch eine Moody 46 und eine Super Maramu. Zum Gl\u00fcck kann ich alle drei Termine unter einen Hut bekommen.<\/p>\n<p>Ich fahre nach Frankreich und treffe den Eigner noch am Vorabend des eigentlichen Termins an seiner Mango, die er wegen der Osmose gerade abschleift. 1\/3 hat er schon geschafft. Er ist sehr nett, spricht ganz gutes Englisch und erz\u00e4hlt, dass sie eigentlich schon verkauft ist, da am Vortag ein P\u00e4rchen da war und sie wollen die Mango wohl nehmen. Na gut, denke ich, er h\u00e4tte mir auch schon vor meiner Fahrt sagen k\u00f6nnen, dass das Boot unter Angebot ist. Trotzdem will ich auch nicht unverrichteter Dinge wieder abfahren. Also treffen wir uns am n\u00e4chsten Morgen und auf meine Frage, ob sich das P\u00e4rchen entschieden h\u00e4tte, es zu kaufen, sagt er, nein, er h\u00e4tte gestern nicht dieses Boot sondern ein anderes gemeint. Er h\u00e4tte zwei Boote. Das sei ein Missverst\u00e4ndnis gewesen und sein Englisch sei nicht so gut. Seine Mango ist noch zum Verkauf. Ich wei\u00df bis heute nicht, was ich von dieser Geschichte halten soll.<\/p>\n<div id=\"attachment_449525\" style=\"width: 824px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-449525\" class=\"wp-image-449525\" src=\"https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-mit-Osmose-scaled-e1711565545654-300x182.jpg\" alt=\"Amel Mango an Land - Rumpf mit Osmose\" width=\"814\" height=\"494\" srcset=\"https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-mit-Osmose-scaled-e1711565545654-300x182.jpg 300w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-mit-Osmose-scaled-e1711565545654-768x467.jpg 768w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-mit-Osmose-scaled-e1711565545654-600x365.jpg 600w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-mit-Osmose-scaled-e1711565545654.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 814px) 100vw, 814px\" \/><p id=\"caption-attachment-449525\" class=\"wp-caption-text\">Amel Mango mit Osmose<\/p><\/div>\n<p>Ich inspiziere das Boot, ja es hat Osmose, die behandelt wird. Die Vorarbeiten macht er selbst und dann soll den Rest eine Firma \u00fcbernehmen, die dann den Rumpf sandstrahlt und hinterher neu aufbaut. Ich schaue mir alles an und bin so ganz zufrieden. Ich mache ein m\u00fcndliches Angebot mit der entsprechenden Inventarliste. Osmose w\u00fcrde ich lieber selber machen lassen und die Kosten w\u00fcrde ich mir mit ihm teilen. Ich setze sie grob mit 20 k Euro an. Ich w\u00fcrde das Schiff nach Deutschland segeln und es dort machen lassen. Dabei habe ich die Firma Wrede im Kopf und will dort anrufen, wenn wir uns einig sind. Ich verabschiede mich mit einem ganz guten Gef\u00fchl und lasse ihn wissen, dass ich ihm noch eine Email schreibe. Endlich kann ich auch einmal ein Angebot machen. Es geht voran!<\/p>\n<p>Ich fahre weiter und schaue mir die Moody an, 46 Fu\u00df, Slup, 90er Jahre, im Wasser. Den VB-Preis wei\u00df ich nicht mehr so genau, ich glaube, er war so um die 120 k Euro. Der Makler ist auch sehr kompetent. Die Moody sieht gut aus, bietet f\u00fcr mich jedoch trotz ihrer Gr\u00f6\u00dfe, sehr wenig Stauraum. In der 3. Kabine haben die Eigner alle ihre Sachen untergebracht, denn unter den Salonb\u00e4nken ist gar kein Platz. Es ist schade und noch vor Ort sage ich ab. Weiter geht\u2019s zum n\u00e4chsten Schiff, der Super Maramu, VB 175 k Euro, Ketsch, 90iger Jahre, im Wasser. Auch hier ist der Makler, den ich am n\u00e4chsten Morgen treffe, sehr bem\u00fcht. Der Besuch ist kurz, da ich als erstes die Rumpffeuchte messe. 4 bis 5 % sind es vorne. Mittschiffs kann ich gar nicht messen, da wir die Bodenbretter nicht hochheben k\u00f6nnen, weil sie verklemmt sind. Ich breche ab, bedanke und verabschiede mich nach nur 30 min und fahre meine 900 km wieder nach Hause.<\/p>\n<p>Nach meiner R\u00fcckkehr in Deutschland schreibe ich meine Email an den Besitzer der Mango und unterbreite ihm den Vorschlag, den ich ihm schon m\u00fcndlich gemacht habe, die Inventarliste, die ich mir Ende Dezember, also nur 2 Wochen vorher, heruntergeladen habe, h\u00e4nge ich an. Aber in seiner Antwort stellt sich heraus, dass er das Dinghi und den Au\u00dfenborder im Wert von 4.500 Euro herausgenommen hat. Ich h\u00e4tte noch die alte Liste. Wir kommen nicht zusammen, was im Nachhinein gut ist. Denn die Kosten und der zeitliche Aufwand einer Osmosebehandlung sind im Vorfeld nicht unbedingt vollumf\u00e4nglich absehbar.<\/p>\n<p>Es gibt dann noch eine Santorin in Indonesien, aber da ist mir das Risiko zu hoch und die Anreise zu teuer. \u00c4hnlich geht es mir mit den Amels in Papeete, und der Karibik, die auch in Frage k\u00e4men. Erst einmal habe ich genug von der Bootssuche und brauche eine Pause. Ich schaue nicht mehr so intensiv.<\/p>\n<p>Ende Januar wird dann die Santorin des Freundes eines Freundes interessant. Das Boot hat lange an Land gestanden und sollte somit trocken sein. Es soll im Februar wieder eingewassert werden und k\u00f6nnte im M\u00e4rz auf Martinique besichtigt werden. Aber nach dem Telefonat mit dem Eigner zerschl\u00e4gt es sich, da er seine Santorin dann doch erst nach Europa segeln will und sie erst im Sommer zur Verf\u00fcgung stehen soll. Also wird auch dieses Boot abgehakt. Anke entdeckt noch am selben Abend in den sozialen Medien einen Beitrag, dass eine Mango bald zum Verkauf angeboten wird, Liegeplatz T\u00fcrkei. Eher lustlos willige ich ein, eine Nachricht zu schreiben. Wir bekommen ein Expos\u00e9 und einige Fotos. Das sieht recht gut aus, Refit gemacht, sehr gut ausgestattet, das Rigg ist 2023 erneuert worden, Navigationselektronik von Raymarine 2023, aber mit altem B&amp;G gemischt, EU-versteuert etc. Der VB-Preis liegt \u00fcber 200 k Euro, was f\u00fcr uns zu hoch ist, aber vielleicht kann man sich einigen. Sie ist 35 Jahre alt und ich vermute aufgrund meiner Erfahrung der letzten Monate, dass der Rumpf wie bei den anderen alten Schiffen wahrscheinlich wieder feucht sein k\u00f6nnte. Trotzdem beschlie\u00dfen wir hinzufliegen. Wenn es nichts ist, dann machen wir uns ein paar sch\u00f6ne Tage in der T\u00fcrkei.<\/p>\n<div id=\"attachment_449603\" style=\"width: 842px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-449603\" class=\"wp-image-449603\" src=\"https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-in-der-Tuerkei-300x225.jpg\" alt=\"Amel Mango in der T\u00fcrkei\" width=\"832\" height=\"624\" srcset=\"https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-in-der-Tuerkei-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-in-der-Tuerkei-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-in-der-Tuerkei-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-in-der-Tuerkei-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-in-der-Tuerkei-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-in-der-Tuerkei-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-in-der-Tuerkei-scaled.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 832px) 100vw, 832px\" \/><p id=\"caption-attachment-449603\" class=\"wp-caption-text\">Die neue Yacht ist eine Amel Mango<\/p><\/div>\n<p>Ein paar Tage sp\u00e4ter sind wir dort und treffen das Eignerpaar. Es sind sehr nette Menschen und die Chemie stimmt auf Anhieb, auch das zum ersten Mal. Leider m\u00fcssen sie ihre Mango aus famili\u00e4ren Gr\u00fcnden verkaufen. Das Schiff haben sie vor 2 Jahren von ihrem Vater gekauft, ein Refit gemacht und es liebevoll ausgestattet, um selber auf gro\u00dfe Fahrt zu gehen.<\/p>\n<p>Ohne gro\u00dfe Erwartungen messe ich nat\u00fcrlich als erstes die Rumpffeuchte und die Werte sind \u00fcberraschend gut, 1 bis 1,5 %, an einigen wenigen Stellen 2%. Das sieht richtig gut aus, genauso wie der Rest. Ein kleines Refit w\u00e4re jedoch erforderlich, neue Polster, das vordere Bad muss gemacht werden und die Navigationselektronik erg\u00e4nzt werden, um den B&amp;G-Teil herausnehmen. Noch am selben Tag werden wir uns einig. Eine Woche sp\u00e4ter, als wir wieder in Deutschland sind, wird der Kaufvertrag schriftlich geschlossen. Anfang M\u00e4rz fliegen wir mit unserem Gutachter Helmut hin. Alles ist in Ordnung. Im Kran messen wir an den in der Sonne getrockneten Stellen 2 % bis 3% Rumpffeuchte. Ich atme auf. Also war meine Methode von innen zu messen scheinbar gar nicht so schlecht und zumindest eine Indikation gewesen. Aber die Laminatst\u00e4rke im Rumpfbereich bei den besichtigten Booten lag meistens auch bei mindestens 25 mm. Ein paar Tage sp\u00e4ter \u00fcbernehmen wir das Schiff.<\/p>\n<div id=\"attachment_449608\" style=\"width: 843px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-449608\" class=\"wp-image-449608\" src=\"https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Cockpit-300x225.jpg\" alt=\"Cockpit der Amel Mango\" width=\"833\" height=\"625\" srcset=\"https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Cockpit-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Cockpit-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Cockpit-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Cockpit-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Cockpit-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Cockpit-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Cockpit-scaled.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 833px) 100vw, 833px\" \/><p id=\"caption-attachment-449608\" class=\"wp-caption-text\">Das Cockpit der Amel Mango<\/p><\/div>\n<p>Wir haben sie also gefunden, nach langer Suche, dann am Ende doch eher zuf\u00e4llig. Gradlinig war die monatelange Suche nicht. Aber Anke und ich haben in der Zeit den Bootstyp gefunden, den wir beide m\u00f6gen. Mir lag die Mango seit der ersten Besichtigung in Hy\u00e8res mehr als die Santorin und bei Anke war es anfangs eher umgekehrt. Letztendlich ist diese Mango das, was wir beide wollen und worauf wir uns wohlf\u00fchlen. Sie ist unser neues Baby.<\/p>\n<p>Hat sie alles, was ich anfangs gesucht habe? Ja, denn die urspr\u00fcnglichen Suchparameter waren: deutlich robuster und gr\u00f6\u00dfer als die Jambo, mit Ruder am Skeg und m\u00f6glichst zwei B\u00e4dern. All das hat sie. Sie bietet ein wohnliches Ambiente und deutlich mehr Platz als die Jambo. Anfangs werde ich mich wohl ab und zu dabei ertappen, dass ich unsere Mango mit der gesunkenen Jambo vergleiche. Aber das ist f\u00fcr mich o.k.<\/p>\n<div id=\"attachment_449611\" style=\"width: 839px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-449611\" class=\"wp-image-449611\" src=\"https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Ruder-mit-Skeg-300x225.jpg\" alt=\"Ruder der Amel Mango am Steg\" width=\"829\" height=\"622\" srcset=\"https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Ruder-mit-Skeg-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Ruder-mit-Skeg-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Ruder-mit-Skeg-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Ruder-mit-Skeg-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Ruder-mit-Skeg-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Ruder-mit-Skeg-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Amel-Mango-Ruder-mit-Skeg-scaled.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 829px) 100vw, 829px\" \/><p id=\"caption-attachment-449611\" class=\"wp-caption-text\">Amel Mango mit Ruder am Skeg<\/p><\/div>\n<p>Zus\u00e4tzlich hat diese Mango voneinander getrennte Sektionen, die gegeneinander wasserdicht sind: Ankerkasten und vordere Backskisten, Vorschiffkabine mit vorderem Bad (Schott mit einer Gummilippe an der T\u00fcr, welche mit 2 Balken und Spannschrauben fest gegen die Lippe gesetzt werden kann, sodass sie auch bei Innendruck h\u00e4lt), Salon und Achternkabine (der gr\u00f6\u00dfte Bereich, kein Schott an der Achternkabinent\u00fcr), Motorraum und hintere Backskiste.<\/p>\n<div id=\"attachment_449613\" style=\"width: 841px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-449613\" class=\"wp-image-449613\" src=\"https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Getrennte-Sektionen-auf-der-Amel-Mango-225x300.jpg\" alt=\"Schott Amel Mango\" width=\"831\" height=\"1108\" srcset=\"https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Getrennte-Sektionen-auf-der-Amel-Mango-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Getrennte-Sektionen-auf-der-Amel-Mango-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Getrennte-Sektionen-auf-der-Amel-Mango-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Getrennte-Sektionen-auf-der-Amel-Mango-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Getrennte-Sektionen-auf-der-Amel-Mango-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.toernfinder.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Getrennte-Sektionen-auf-der-Amel-Mango-scaled.jpg 675w\" sizes=\"(max-width: 831px) 100vw, 831px\" \/><p id=\"caption-attachment-449613\" class=\"wp-caption-text\">Getrennte Sektionen auf der Amel Mango<\/p><\/div>\n<p>Das bedeutet, selbst im schlimmsten Fall, wenn ein Loch im Salon w\u00e4re, sinkt das Boot nicht, da die anderen Bereiche Auftrieb geben. Dadurch bleibt Zeit, Gegenma\u00dfnahmen zu ergreifen, zumindest bei einfachen Bedingungen. Alles in allem ist sie ein sicheres Langfahrtschiff und hat meine urspr\u00fcnglichen Suchparameter sogar \u00fcbertroffen.<\/p>\n<p>Comeback soll sie hei\u00dfen und wird in den n\u00e4chsten Wochen so getauft. Vergleichend mit ihrer Vorg\u00e4ngerin kann ich auch das mit ihr segeln, was ich mich mit der Jambo vielleicht nicht getraut h\u00e4tte, somit passt sie sehr gut zu unseren Segelpl\u00e4nen. Erst einmal bleiben wir in der T\u00fcrkei. Hier wollen wir Polster und Bad machen lassen. Dann m\u00f6chten wir im Sommer in Griechenland segeln, wo Tobias Lepper von Lepper Marine und ich die Navigationselektronik erg\u00e4nzen wollen. Danach geht es nach Spanien, Karibik, Panamakanal, Pazifik. Den urspr\u00fcnglichen Plan, durch den S\u00fcdatlantik \u00fcber Kapstadt nach Australien zu segeln, habe ich nicht wieder aufgenommen, da ich die Comeback noch nicht so gut kenne und deshalb die eher leichtere Route nach Australien w\u00e4hle, auf der auch Amel-St\u00fctzpunkte sind (Martinique und Tahiti), falls etwas repariert werden muss und ich Ersatzteile ben\u00f6tige.<\/p>\n<p>Wir freuen uns auf alles, was kommt! \ud83d\ude00\u26f5\ufe0f\u26f5\ufe0f<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Untergang der Jambo und meiner Rettung im S\u00fcdatlantik machen Anke und ich uns viele Gedanken, wie es weitergehen soll. Vielleicht sollten wir unsere Reisen in einem Wohnmobil fortsetzen. Das hat definitiv auch seinen Reiz und bietet noch einmal ganz andere M\u00f6glichkeiten. 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