Segelfreunde
Segelerinnen und Segler, die zusammen größere Schiffe Bareboat chartern und gemeinsame
spannende Törns, meist Ostsee und nördl. Atlantik , segeln.
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Herbsttörn in den goldenen Oktober der dän. Südsee
Gut sgeln kann man auf dem Schooner "La Marie Chantal". Der rund 70 Jahre zählende Teakholz-Zweimaster vermittelt das Bild großartiger Bootsbaukunst und beinahe zierlicher Eleganz. Trotzdem misst das Schiff knapp 18 Meter in der Länge und 3,50 Meter in der Breite. Den Innenbereich dominiert ein kleiner Salon, eine kleine Küche mit originalem Petroleumherd. Kojen mit Segeltuchbahnen komplettieren den Eindruck.
Über eine anfänglich verwirrende Anzahl von Leinen werden Klüver, Fock, Groß und Besan bedient, beinahe ausschließlich an Klampen festgemacht. Der schnittige Langkieler kann dank seiner 9,5 Tonnen Ballast ziemlich hoch am Wind gefahren werden, läuft bei Halbwind sensationell. Richtig über Klüver und Besan getrimmt, nimmt die "La Marie Chantal" den vorher bestimmten Kurs beinahe ohne Hilfe durch die Pinne. Eine für Sloopsegler beeindruckende Eigenschaft.
Auch beeindruckend Burke und Ute. Burke kennt Schiff und Revier wie seine Westentasche. Von der guten Seele Ute assistiert, zaubert er in kürzester Zeit ausgezeichnete Gerichte mit asiatischem Touch auf den Tisch. Respekt!
Um unser Wohlergehen war auch der Wettergott bemüht. Nur an den ersten beiden Tagen erfuhren wir Eiseskälte und Nieselregen. In der Folge konnten wir Wismar, Heiligenhafen, Nystedt, Neustadt und Travemünde bei meist strahlendem Sonnenschein erkunden.
Fazit: eine gelungene Segelwoche im Kreise netter Menschen mit Nachhaltigkeitseffekt!
Törn im April 2025, Seegebiet/Strecke: Ostsee von Lübeck bis Marstal und zurück
Der Törn über 6 Tage war ein wunderbares Segelerlebnis. Wer das ursprüngliche Segeln erleben will, ist hier genau richtig. Mit Hilfe der Segel kann man gut erkennbar die Luv- und Leegierigkeit erleben und beeinflussen. Die Pinne hilft den Jollenerfahrenen beim Kurshalten, direkter kann man das Schiff unter sich kaum fühlen.
Der Törn war ebenso ein tolles Gemeinschaftserlebnis. Ute und Burke sind ganz tolle Menschen, die es uns leicht gemacht haben, uns an Bord zurechtzufinden und auch wohlzufühlen. Die Planung und Zubereitung von Mahlzeiten, die Versorgung insgesamt waren vorbildlich. Es gab Gekochtes an Bord, aber auch das Essengehen an Land.
Burke ist ein sehr erfahrener Skipper, der das Schiff jederzeit im Griff hat und allen, die Interesse haben, die Funktionszusammenhänge erklärt. Auch bei Hafenmanövern gab es keinerlei brenzlige Situationen, da Burke sehr ruhig und vorausschauend agiert.
Wir, die Crew, waren ein Mischung aus Jung und Alt und haben uns gut verstanden. Ich denke, dass das gemeinsame Interesse für das Segeln auch unterschiedliche Charaktere zusammenbringt und zusammenhält. Die „La Marie Chantal“ begünstigt dies sicher auch noch.
Hier muss auch Ute unbedingt erwähnt werden. Sie ist wie eine gute Seele an Bord, die das Wohl aller jederzeit im Blick hat. Im richtigen Moment während des Törns tauchen z. B. Kekse auf oder sie bietet Heißgetränke an.
DANKE!
Der Törn beginnt mit einem kurzen Abschnitt und anschließendem Essen im besten
Fischlokal Fehmarns.
Am zweiten Tag zur Künstlerinsel Mön, der Hafen Klintholm ist um diese Jahreszeit im Winterschlaf,
nicht mal die berühmte Rum-Bar hat auf. Dann gleich auf nach Kopenhagen.
Der Schooner läuft ruhig und schnell mit 4-5 Segeln, steuert sich selbst.
Man glaubt , sie kennt den Weg. Abends an Bord in Dragoer ein wundervolles Essen,
die Heizung läuft, draussen 9 Grad.
Kopenhagen am nächsten Tag per Bus und zu Fuß, inkl. Kristiania.
Ein kalter Wind, aber Sonne am Himmel. Die Stadt ist einfach wundervoll und großzügig gebaut.
Nachts dann aus dem Hafen ausgelaufen, sternenklarer Himmel, fast Vollmond , die See glitzert silbrig.
Morgens das Kliff von Mön in voller Morgensonne, grau- rötlich,
an steuerbord, einfach faszinierend.
Zum Früstück Hesnaes angelaufen, dort bei der prämierten Bäckerei die Superbrötchen
zum Frühstück, und weiter am Wind nach Fehmarn.
Am nächsten Tag segeln wir mit der Museumshafenflotte von Neustadt den Ansegeltörn,
und abends natürlich Party. Die Ostsee ist wirklich ein vielseitiges Gewässer,
da wird jeder Törn zum Einzelerlebnis. Eine tolle Crew und ein Super -Erlebnis.
Die Woche war wirklich Segeln mit dem Wind , manchmal spannend, aber klasse.
Kopenhagen nach 2 Tagen, Nachtfahrt mit Morgensonne auf dem Kliff von Mön, ein wahnsinniges
Panorama. Gibt es nicht oft. Auch faszinierend, wenn alle Segel zusammen das Schiff
ohne Autopilot stundenlang auf Kurs zum Zielhafen steuern. Fühle mich unheimlich gut ,
absolut sicher , locker , frei und unkompliziert. Komme sehr gern wieder mit.
Eine tolle Segelwoche auf dem Schooner. Gruß Bettina

