SRC-Funkzeugnis (Short Range Certificate)

 

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Das Short Range Certificate (SRC) ist ein international anerkanntes Funkzeugnis für den Seefunk. Es berechtigt dich, UKW-Funkgeräte auf Sportbooten in küstennahen Gewässern zu bedienen. In Deutschland wird das SRC auch „Beschränkt gültiges Funkbetriebszeugnis“ genannt. Sobald auf deinem Segel- oder Motorboot eine UKW-Funkanlage installiert ist, muss mindestens eine Person an Bord ein SRC-Funkzeugnis besitzen – andernfalls darf das Funkgerät nicht betrieben werden. Deshalb ist das SRC für alle Skipper relevant, die mit funkausgerüsteten Booten auf See unterwegs sind, egal ob Einsteiger oder erfahrener Segler.

Mit dem SRC-Funkschein weist du nach, dass du die Funktechnik im Seefunkdienst beherrschst – insbesondere die Bedienung von UKW-Funkgeräten mit Digital Selective Calling (DSC) im weltweiten Seenot- und Sicherheitssystem (GMDSS). Einheitliche Verfahren und Notruf-Protokolle sorgen dafür, dass im Ernstfall keine Missverständnisse entstehen und Hilfe schnell organisiert werden kann. Kurz gesagt: Der SRC-Funkschein ist essenziell für sichere Kommunikation und Navigation auf See und in vielen Fällen sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Voraussetzungen für das SRC-Funkzeugnis

Funkzeugnis Short Range Certificate

  • Mindestalter: Du musst mindestens 15 Jahre alt sein (eine Anmeldung ist schon mit 14 Jahren und 9 Monaten möglich).

  • Keine weiteren Scheine nötig: Es ist kein Bootsführerschein oder anderer Schein als Vorbedingung erforderlich. Du darfst also das SRC unabhängig vom Sportbootführerschein erwerben. Natürlich ist das Funkzeugnis in der Praxis vor allem dann sinnvoll, wenn du auch ein Boot führen willst – viele Skipper machen daher den SBF See und das SRC zeitnah nacheinander, Pflicht ist das aber nicht.

  • Englisch-Grundkenntnisse: Offiziell gibt es keine Sprachprüfung als Voraussetzung, jedoch findet ein Teil der SRC-Prüfung auf Englisch statt. Daher solltest du grundlegende Englischkenntnisse mitbringe . Die nötigen Fachbegriffe (z. B. das internationale Funkalphabet und gängige Notruf-Phrasen) lernst du im Kurs, fließendes Englisch ist nicht erforderlich.

Inhalte des SRC-Funkkurses (Theorie & Praxis)

Ein SRC-Funkkurs bereitet dich umfassend auf die Prüfung und den späteren Funkbetrieb vor. Die Ausbildung umfasst sowohl theoretisches Hintergrundwissen als auch praktische Übungen am Funkgerät, damit du dich am Prüfungstag und an Bord sicher fühlst.

 

Theorie: Im Theorieteil des Kurses werden die Grundlagen und Vorschriften des Seefunks vermittelt. Dazu gehören unter anderem:

  • Seefunk-Dienst: Funktionsweise des mobilen UKW-Seefunkdienstes und rechtliche Grundlagen

  • GMDSS-System: Aufbau des globalen Seenot- und Sicherheitssystems (GMDSS) und die Rolle des SRC dabei

  • Notruf und Funkverkehr: Regeln für Not-, Dringlichkeits- und Routinefunkverkehr (öffentlicher vs. nicht-öffentlicher Nachrichtenaustausch)

  • Funkenglisch: Verwendung der englischen Sprache im Seefunk, inklusive des internationalen Buchstabieralphabets (Alfa, Bravo, Charlie …)

 

Praxis: Im praktischen Teil des Kurses lernst du den Umgang mit echter Funk-Hardware und übst typische Sprechfunk-Situationen. Wichtige praktische Kursinhalte sind zum Beispiel:

  • Bedienung des Funkgeräts: Ein- und Ausschalten, Kanalwahl, DSC-Controller nutzen und allgemeine Gerätekunde

  • Notrufe absetzen: Schritt-für-Schritt das Aussenden eines Notrufs (Mayday-Ruf) über Sprechfunk üben und korrekte Notfall-Meldungen formulieren

  • Routine-Funkverkehr: Kommunikation mit anderen Schiffen und Küstenfunkstellen in Alltagssituationen, inklusive Kanalwechsel und Gesprächsaufbau

  • Funkdisziplin: Einhalten der internationalen Funkordnung und Vermeidung von Fehlern oder falschen Alarmen im Funkbetrieb

Ablauf und Inhalte der SRC-Prüfung

Funkschein SRC

Um das SRC-Funkzeugnis zu erhalten, musst du eine amtliche Prüfung bestehen. Diese Prüfung besteht aus zwei Teilen, einem theoretischen (schriftlichen) und einem praktischen Teil:

  • Theoretische Prüfung: Du bearbeitest einen Fragebogen mit 24 Multiple-Choice-Fragen aus dem offiziellen Fragenkatalog (insgesamt ca. 180 mögliche Fragen). Anschließend folgt eine schriftliche Englisch-Prüfung: Du musst eine Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldung auf Englisch aufnehmen (diktiert in internationalem Funkalphabet) und ins Deutsche übersetzen, sowie umgekehrt einen deutschen Text sinngemäß ins Englische übertragen. Dieser Teil prüft, ob du in der Lage bist, internationale Notrufe und Meldungen korrekt zu verstehen und wiederzugeben.

  • Praktische Prüfung: Im Anschluss findet die praktische Prüfung an einer echten UKW-Funkanlage (mit DSC-Funkgerät) statt. Hier musst du mehrere typische Funkaufgaben unter Aufsicht eines Prüfers durchführen. Dazu gehört vor allem, dass du einen Mayday-Notruf korrekt absetzt und die Bedienung des Funkgeräts sicher beherrschst (z. B. Wahl des richtigen Kanals, Einstellen des DSC-Controllers etc.). Außerdem wird geprüft, ob du dich mit anderen Funkstellen verständigen kannst – zum Beispiel eine Funkverbindung zu einem anderen Schiff aufbaust oder auf einen empfangenen Notruf angemessen reagierst. Je nach Prüfungsszenario können weitere Aufgaben hinzukommen, etwa das Aussenden eines digitalen DSC-Notalarms, das Durchführen eines Routinegesprächs oder das Gebieten von Funkstille auf einem Kanal.

 

Die gesamte SRC-Prüfung dauert in der Regel weniger als eine Stunde pro Teilnehmer. Du erfährst meist direkt im Anschluss, ob du bestanden hast. Bei Bestehen wird dir das SRC-Funkzeugnis ausgestellt – oft erhältst du zunächst eine vorläufige Bescheinigung, bis das offizielle Dokument (der SRC-Funkschein) per Post zugestellt wird.

Warum der SRC-Funkschein sinnvoll oder vorgeschrieben ist

Der Erwerb des SRC-Funkzeugnisses bringt viele Vorteile mit sich – und in bestimmten Fällen ist er sogar unerlässlich. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum der SRC-Funkschein sinnvoll oder vorgeschrieben ist:

  • Gesetzliche Pflicht: In Deutschland ist das SRC gesetzlich vorgeschrieben, wenn ein Sportboot unter deutscher Flagge mit einer UKW-Funkanlage ausgerüstet ist  Auch in vielen anderen Ländern darf eine Funkanlage an Bord nur betrieben werden, wenn der Skipper ein entsprechendes Funkzeugnis besitzt. Ohne SRC-Schein riskiert man also nicht nur die Sicherheit, sondern verstößt auch gegen Vorschriften.

  • Sicherheit auf See: Die Funkkommunikation kann in Notfällen über Leben und Tod entscheiden. Mit dem SRC lernst du, Notrufe korrekt abzusetzen und die internationalen Notfall-Prozeduren einzuhalten. Dadurch stellst du sicher, dass im Ernstfall Rettungsdienste schnell und effektiv alarmiert werden. Zudem verbesserst du die allgemeine Sicherheit an Bord, weil du auch Routine-Funkgespräche (z. B. Wetterberichte oder Hafenanmeldungen) souverän führen kannst, ohne Missverständnisse.

  • Weltweite Anerkennung: Der SRC-Funkschein wird international akzeptiert und ist weltweit gültig. Wenn du im Ausland ein Boot charterst oder in fremden Gewässern unterwegs bist, wird in der Regel ein gültiges Funkzeugnis verlangt. Mit dem Short Range Certificate bist du hier auf der sicheren Seite – es ist der anerkannte Standard für Küstenfunk. Für weltweite Hochseetörns kannst du es bei Bedarf um das Long Range Certificate (LRC) erweitern, aber für die meisten Freizeitskipper ist das SRC vollkommen ausreichend.

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Häufige Fragen zum SRC-Funkzeugnis

Ist das SRC-Funkzeugnis Pflicht?

Ja. Immer dann, wenn auf einem Boot oder einer Yacht eine Funkanlage vorhanden ist, muss mindestens ein Crewmitglied an Bord ein gültiges Funkzeugnis besitzen. In küstennahen Revieren ist das Short Range Certificate (SRC) dafür das richtige Zeugnis (für weltweite Fahrten ggf. LRC). Hast du kein Funkgerät an Bord, benötigst du zwar rein rechtlich kein SRC – dennoch schadet es nie, diese Qualifikation zu haben. Viele Charterfirmen setzen ebenfalls voraus, dass der Skipper ein Funkzeugnis vorweisen kann, bevor sie ein ausgerüstetes Boot herausgeben.

Wie lange ist das SRC gültig?

Das SRC-Funkzeugnis ist unbefristet gültig. Hast du die Prüfung einmal bestanden, behält dein Funkzeugnis seine Gültigkeit ein Leben lang – es gibt kein Verfallsdatum. Du musst das SRC also nicht erneuern oder auffrischen. (Natürlich ist es sinnvoll, deine Funkkenntnisse regelmäßig anzuwenden, damit du im Notfall sattelfest bleibst. Aber die Lizenz an sich läuft nicht ab.)

Was unterscheidet SRC, UBI und LRC?

Diese drei Abkürzungen stehen für unterschiedliche Funkzeugnisse:

  • SRC (Short Range Certificate): Gilt für den Seefunk per UKW in Küstengewässern bis ca. 35 Seemeilen Abstand von der Küste. Dieses Zeugnis brauchst du als Freizeitskipper auf See, wenn ein UKW-Funkgerät an Bord ist.

  • UBI (UKW-Sprechfunkzeugnis für Binnenschifffahrtsfunk): Gilt für Binnenfunk (Funkbetrieb auf Binnengewässern wie Flüssen, Kanälen und Seen). Das UBI ist national/international auf Binnenrevieren anerkannt und erforderlich, sobald auf Binnenwasserstraßen ein Funkgerät an Bord betrieben wird. Das UBI ist eine separate Prüfung; wenn du bereits SRC hast, kannst du eine verkürzte UBI-Prüfung ablegen.

  • LRC (Long Range Certificate): Gilt für den weltweiten Seefunk über größere Distanzen, inklusive Kurzwelle und Satellitenfunk – also Hochsee und Offshore-Bereiche jenseits der UKW-Reichweite. Das LRC ist erforderlich, wenn du Funkanlagen für große Distanzen nutzen willst (z. B. bei Atlantiküberquerungen). Oft wird es als Erweiterung zum SRC erworben; in der Prüfung fürs LRC wird zusätzlich vor allem der Umgang mit Kurzwellenfunk und Satellitenfunk behandelt.

 

Wichtig: SRC und LRC gelten nicht im Binnenfunkbereich, dort benötigst du in jedem Fall das UBI. Umgekehrt berechtigt dich das UBI nicht zur Teilnahme am Seefunkdienst auf See. Viele Sportbootfahrer machen zuerst das SRC (für See) und ergänzen bei Bedarf das UBI (für Binnen). Das LRC wird nur von denen benötigt, die wirklich weltweite Funkreichweiten anstreben.

Brauche ich einen Bootsführerschein, um das SRC zu machen?

Nein, ein Bootsführerschein ist keine Voraussetzung für das SRC-Funkzeugnis. Du kannst die SRC-Prüfung ablegen, ohne vorher einen Sportbootführerschein (SBF) zu besitzen. In der Praxis ist das SRC allerdings vor allem dann relevant, wenn du auch ein Boot führst, das mit Funk ausgerüstet ist. Daher ist es üblich, dass Wassersportler erst den Sportbootführerschein See machen (fürs Führen motorisierter Boote auf See) und anschließend den SRC-Funkschein, oder beides parallel. Vorschrift ist das aber nicht – du darfst z. B. als Crewmitglied auf einem Boot auch nur das SRC haben, um den Funk zu bedienen, während jemand anders das Boot fährt.

Brauche ich Englischkenntnisse für die SRC-Prüfung?

Ein gewisses Maß an Englischkenntnissen ist auf jeden Fall hilfreich, da die Seefunksprache international überwiegend Englisch ist. Tatsächlich enthält die SRC-Prüfung einen Abschnitt, in dem du Englisch können musst – beispielsweise musst du einen englischen Notruf (Mayday-Meldung) aufnehmen und ins Deutsche übersetzen sowie einen deutschen Text ins Englische übertragen. Lass dich davon aber nicht abschrecken: Die benötigten Fachbegriffe und Redewendungen lernst du im Vorbereitungskurs. Du musst kein perfektes Englisch sprechen. Grundkenntnisse (Schulenglisch) reichen völlig aus, um die englischen Funktexte zu verstehen und korrekt wiederzugeben. Im Zweifel kannst du dir vor der Prüfung die wichtigsten Vokabeln aneignen – viele Fragen im Fragenkatalog liegen auch in englischer Sprache vor, was dir ein Gefühl für die Ausdrücke gibt.

Was kostet der SRC-Funkschein?

Die Kosten setzen sich aus der Prüfungsgebühr und gegebenenfalls den Kursgebühren zusammen. Die amtlichen Prüfungsgebühren für das SRC betragen in Deutschland rund 130 € (Stand: August 2025) . Darin enthalten sind die Zulassungsgebühr, die Gebühren für die Theorie- und Praxisprüfung sowie die Ausstellung des Funkzeugnisses. Diese Gebühr zahlst du an den Prüfungsausschuss. Zusätzlich können Kosten für den Vorbereitungskurs anfallen, falls du einen Kurs besuchst – die Kursgebühren variieren je nach Anbieter und Umfang. Ein klassischer Präsenzkurs liegt häufig im Bereich von etwa 150–300 €; Online-Kurse können günstiger sein. Beachte, dass manche Schulen Lehrmaterial oder die praktische Gerätebenutzung in den Preis inkludieren, andere nicht. Informiere dich also vorab, was im Kurspreis enthalten ist.

Ist ein SRC-Funkkurs verpflichtend?

Nein, du bist nicht verpflichtet, einen Kurs zu belegen. Theoretisch kannst du dich im Selbststudium auf die SRC-Prüfung vorbereiten – der gesamte Fragenkatalog ist öffentlich verfügbar (z. B. beim Bundesamt ELWIS als PDF) und es gibt Lehrbücher sowie Lern-Apps. Wenn du genügend Disziplin und technisches Verständnis mitbringst, kannst du dir das Wissen eigenständig aneignen. Dennoch lohnt sich ein Kurs: In einem SRC-Funkkurs (ob als Wochenendseminar, Abendschule oder Online-Kurs) kannst du unter fachkundiger Anleitung die Praxis am Funkgerät üben. Gerade das Absetzen von Notrufen und die Bedienung der Geräte lernt man durch praktische Wiederholung am besten. Außerdem halten Kursleiter dich auf dem Laufenden über Prüfungsablauf und -tricks, was dir Sicherheit gibt. Kurz gesagt: Du darfst autodidaktisch lernen, aber ein Kurs erspart dir viele Fragen und bereitet dich sehr zielgerichtet vor.

Wo finde ich einen SRC-Funkkurs?

SRC-Funkkurse werden von vielen Segel- und Yachtschulen angeboten – oft als kompakte Wochenendkurse oder in Abendkurs-Form über einige Wochentage. Um einen passenden Kurs in deiner Nähe zu finden, kannst du toernfinder.de nutzen. Dort inserieren verschiedene Kursanbieter ihre SRC-Funkkurse, und du kannst sie neutral vergleichen. Das Portal ist unabhängig und hilft dir, Angebote nach Kriterien wie Ort, Termin, Dauer und Preis zu sortieren. Sobald du einen Kurs ausgesucht hast, kannst du den Kursanbieter schnell und einfach über eine Kontaktformular kontaktieren oder seine Webseite besuchen. Auf diese Weise bekommst du einen transparenten Überblick, welcher SRC-Kurs für dich am besten passt, ohne dass toernfinder selbst in die Buchung eingreift. Viel Erfolg bei deiner SRC-Ausbildung und stets gute Fahrt!