Mitsegeln in den USA
Mitsegeln in den USA heißt: Segeln an zwei Ozeanen. An der Ostküste locken Newport, die Chesapeake Bay und die Florida Keys, im Westen die Bucht von San Francisco und im Pazifik Hawaii. Dazu kommen große Hochseeregatten wie das Transpacific Yacht Race von Los Angeles nach Honolulu. Einen Segelschein brauchst du als Mitsegler nicht.
direkt beim Anbieter anfragen
Das Wichtigste auf einen Blick
Segeltörns in den USA
Hier siehst du alle aktuellen Törns, die in den USA starten oder dorthin führen. Das Angebot ist kleiner als im Mittelmeer, neue Törns erscheinen automatisch in dieser Liste. Deine Anfrage geht direkt an den Anbieter, gebucht wird ebenfalls direkt bei ihm.
So funktioniert Mitsegeln in den USA
Beim Mitsegeln in den USA buchst du einen Platz an Bord, nicht das ganze Schiff. Der Skipper plant die Route, führt das Schiff und trägt die Verantwortung. Du bist Teil der Crew und segelst mit, so viel du möchtest.
Die USA haben eine große Segeltradition, vor allem an der Ostküste. In Häfen wie Newport und Annapolis gehören Regatten zum Alltag, und viele Segelschulen bieten Kurse und Törns an. Gezeiten, Strömung und Nebel spielen in vielen Revieren eine größere Rolle als im Mittelmeer. Dafür erlebst du Küsten, die kaum ein europäischer Segler kennt.
Regatten und Überführungen
Einige Törns in den USA sind Hochseeregatten oder Überführungen. Beim Transpacific Yacht Race geht es von Los Angeles nach Hawaii, auf der Atlantikseite führen Überführungen von der Karibik oder den Bermudas an die Ostküste. Auf diesen Strecken wird rund um die Uhr in Wachen gesegelt. Mehr dazu auf der Seite Mitsegeln bei Regatten.
Segeln in den USA: die Reviere im Überblick
Die wichtigsten Segelreviere der USA sind Neuengland und die Chesapeake Bay an der Ostküste, Florida mit den Keys im Süden, die Bucht von San Francisco und Südkalifornien an der Westküste sowie Hawaii im Pazifik.
Neuengland und Chesapeake Bay
Newport in Rhode Island gilt als Segelhauptstadt der USA und war über 50 Jahre Austragungsort des America’s Cup. Weiter nördlich liegt die felsige Küste von Maine mit vielen Inseln. Weiter südlich ist die Chesapeake Bay mit Annapolis ein großes, geschütztes Revier mit unzähligen Buchten.
Florida und die Keys
Die Keys ziehen sich als Inselkette von Miami bis Key West. Das Wasser ist warm, klar und oft flach, Riffe und Sandbänke verlangen gute Navigation. Gesegelt wird hier vor allem im Winter, wenn es im Norden zu kalt ist.
Kalifornien
In der Bucht von San Francisco segelt man unter der Golden Gate Bridge, mit kräftigem Wind am Nachmittag und starker Gezeitenströmung. Südkalifornien mit Los Angeles, San Diego und den Channel Islands ist wärmer und ruhiger.
Hawaii
Hawaii liegt mitten im Pazifik im Nordostpassat. Honolulu auf Oahu ist das Ziel des Transpacific Yacht Race. Zwischen den Inseln beschleunigt der Wind stark, und die Dünung des offenen Ozeans läuft hoch.
Wind, Gezeiten und Wetter in den USA
An der Ostküste und in San Francisco spielen Gezeiten und Strömung eine große Rolle, in Florida und auf Hawaii kaum. Von Juni bis November ist im Atlantik und im Golf von Mexiko Hurrikansaison, vor allem Florida und die Südostküste sind dann betroffen. Den amtlichen Seewetterbericht veröffentlicht der US-Wetterdienst National Weather Service (NOAA), Warnungen vor tropischen Stürmen das National Hurricane Center.
Beste Reisezeit für einen Segeltörn in den USA
Die beste Reisezeit hängt vom Revier ab: im Norden der Ostküste der Sommer, in Florida der Winter, in Kalifornien und auf Hawaii fast das ganze Jahr.
Die Tabelle zeigt, wann in welchem Revier gesegelt wird.
| Revier | Beste Zeit | Was dich erwartet |
|---|---|---|
| Neuengland (Newport, Maine) | Juni bis September | Kühles Wasser, Gezeiten und häufig Nebel, viele Regatten |
| Chesapeake Bay (Annapolis) | Mai bis Oktober | Geschütztes Revier, im Hochsommer schwül mit Gewittern |
| Florida und Keys | November bis Mai | Warm, flaches türkises Wasser, von Juni bis November Hurrikansaison |
| Bucht von San Francisco | April bis Oktober | Kräftiger Wind am Nachmittag, starke Strömung, Nebel |
| Hawaii | ganzjährig | Passatwind, hohe Dünung, starke Winde zwischen den Inseln |
Faustregel für die wichtigsten Reviere. Die Hurrikansaison im Atlantik dauert offiziell vom 1. Juni bis 30. November.
Was kostet ein Segeltörn in den USA?
Den Preis legt jeder Anbieter selbst fest. Er steht im Inserat, das du über die Liste oben öffnest, und gilt pro Person für den ganzen Törn.
Zum Törnpreis kommen der Flug und meist die Bordkasse. Liegeplätze in US-Marinas sind teuer, viele Crews ankern deshalb oder machen an einer Mooring-Boje fest. Bei Regatten kommen oft Meldegebühren und Sicherheitsausrüstung dazu, das steht in der Törnbeschreibung. Was typischerweise in die Bordkasse gehört, zeigt der Kasten.
Was im Preis steckt und was in die Bordkasse geht
- Deine Koje an Bord
- Das Schiff
- Der Skipper
- Verpflegung
- Hafengeld
- Diesel
Auf manchen Schiffen ist die Verpflegung bereits im Preis enthalten.
Was genau dazugehört, steht in der jeweiligen Törnbeschreibung.
Welche Papiere brauche ich für einen Segeltörn in den USA?
Einen Segelschein brauchst du nicht. Für die Einreise brauchst du einen Reisepass und vorab eine ESTA-Genehmigung, wenn du mit dem Flugzeug anreist.
Die ESTA-Genehmigung beantragst du online auf der offiziellen Seite der US-Grenzbehörde esta.cbp.dhs.gov. Achtung bei Überführungen: Wer zum ersten Mal mit einer privaten Yacht in die USA einreist, kann ESTA nicht nutzen und braucht ein Visum. Frag in diesem Fall beim Anbieter nach. Die aktuellen Einreisebestimmungen findest du beim Auswärtigen Amt.
Was gehört ins Gepäck für einen Törn in den USA?
Das hängt stark vom Revier ab: In Neuengland und San Francisco brauchst du warme Schichten und Ölzeug, in Florida und auf Hawaii vor allem Sonnenschutz.
- Ölzeug und warme Schichten aus Fleece für Nebel, Wind und kühle Abende an der Ost- und Westküste.
- Starker Sonnenschutz, Kappe und Sonnenbrille mit Band, vor allem in Florida und auf Hawaii.
- Bei Regatten und Überführungen: Rettungsweste mit Lifebelt, wenn der Anbieter keine stellt, und Stirnlampe mit Rotlicht.
- Kreditkarte, in den USA wird fast überall mit Karte bezahlt.
- Reisepass, ESTA-Bestätigung und eine weiche Tasche, die in jede Koje passt.
Auch in der Nähe
Viele dieser Törns laufen auch diese Länder an. Jede Karte zeigt alle Törns dort.
Häufige Fragen zum Mitsegeln in den USA
Hier findest du kurze Antworten auf die Fragen, die vor einem Segeltörn in den USA am häufigsten auftauchen.
Wo kann ich in den USA mitsegeln?
Die bekanntesten Segelreviere der USA sind Neuengland mit Newport, die Chesapeake Bay mit Annapolis, Florida mit den Keys, die Bucht von San Francisco, Südkalifornien und Hawaii. Auf Törnfinder findest du alle Törns, die in den USA starten oder dorthin führen. Deine Anfrage geht direkt an den Anbieter. Törnfinder selbst ist kein Veranstalter.
Brauche ich für einen Segeltörn in den USA ein Visum?
Deutsche Staatsbürger reisen für bis zu 90 Tage meist ohne Visum ein, brauchen aber vorher eine ESTA-Genehmigung. Das gilt allerdings nur, wenn du mit dem Flugzeug oder einem anderen zugelassenen Verkehrsmittel einreist. Wer zum ersten Mal mit einer privaten Yacht in die USA einreist, zum Beispiel am Ende einer Überfahrt aus der Karibik, kann ESTA nicht nutzen und braucht ein Visum. Den aktuellen Stand nennt das Auswärtige Amt.
Wann ist die beste Reisezeit zum Segeln in den USA?
Das hängt vom Revier ab. In Neuengland und der Chesapeake Bay segelt man von Juni bis September, in Florida und auf den Keys von November bis Mai, außerhalb der Hurrikansaison. In Kalifornien und auf Hawaii kann man das ganze Jahr segeln.
Was ist das Transpacific Yacht Race?
Das Transpac ist eine der ältesten Hochseeregatten der Welt. Seit 1906 segeln die Yachten in ungeraden Jahren von Los Angeles rund 2.200 Seemeilen über den Pazifik nach Honolulu auf Hawaii. Die Überfahrt dauert je nach Schiff ein bis zwei Wochen. Manche Anbieter nehmen dabei zahlende Mitsegler an Bord.
Wie ist der Wind beim Segeln in den USA?
An der Ostküste weht im Sommer meist ein mäßiger Südwest, in Neuengland kommt oft Nebel dazu. In der Bucht von San Francisco frischt der Wind im Sommer am Nachmittag kräftig auf, oft auf 20 bis 25 Knoten. Auf Hawaii weht der Nordostpassat, zwischen den Inseln wird er deutlich stärker.
Brauche ich einen Segelschein für einen Segeltörn in den USA?
Nein, nicht als Mitsegler. Das Schiff führt der Skipper. Wer in den USA selbst eine Yacht chartern möchte, muss Erfahrung nachweisen, zum Beispiel mit einem Segelschein und einem Segellebenslauf.
Segeltörns in den USA finden
Alle Törns, die in den USA starten oder dorthin führen, auf einen Blick. Deine Anfrage geht direkt an den Anbieter.
